Zum Inhalt der Seite

Steigt Singapur bei Evonik ein?

Frankfurt/Main. Singapurs Staatsfonds Temasek steigt höchstwahrscheinlich beim Chemiekonzern Evonik ein. Der Preis liege bei deutlich über 600 Millionen Euro für knapp fünf Prozent der Anteile, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person aus dem Umfeld des Mehrheitseigentümers RAG-Stiftung am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Evonik-Chef Klaus Engel habe bereits mit dem Topmanagement des Fonds gesprochen und freue sich über den neuen »Ankerinvestor«, sagte eine zweite Person aus dem Umfeld des Unternehmens. Zuvor hatte die Wirtschaftswoche ebenfalls über den Einstieg des Staatsfonds berichtet. Dem Magazin zufolge geben die RAG-Stiftung, die bislang knapp 75 Prozent an Evonik hielt, und der Finanzinvestor CVC, der rund ein Viertel der Anteile besaß, jeweils knapp 2,5 Prozent ab.

Die RAG-Stiftung soll von 2018 an mit den Erlösen aus Evonik die verbleibenden Folgekosten des deutschen Steinkohlebergbaus tragen, wenn die öffentlichen Hilfen auslaufen. Milliarden hatte sie bereits mit dem Verkauf von Evonik-Anteilen an den Finanzinvestor CVC eingesammelt. (Reuters/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.03.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!