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Zellendurchsuchung in Guantánamo

Fort Meade. Ein Häftling hat sich vor Gericht über die Durchsuchung seiner Zelle im US-Gefangenenlager Guantánamo beschwert. Der Jemenit Walid bin Attash machte dem Richter bei einer Anhörung am Donnerstag (Ortszeit) schwere Vorwürfe. Verteidigerin Cheryl Bormann erklärte, bin Attash sei empört darüber, daß Wärter seine Zelle während einer Gerichtsanhörung durchsucht und Dokumente mit Aufzeichnungen von Gesprächen mit seinen Anwälten beschlagnahmt hätten. Den Anwälten zufolge wurden die Zellen von insgesamt vier Verdächtigen durchsucht, darunter die der angeblichen 9/11-Drahtzieher Khalid Sheikh Mohammed und Ramzi Binalshibh. Ein Anwalt des Gefangenenlagers bezeichnete die Durchsuchungen als »Routineinspektionen«. Die Generalstaatsanwaltschaft kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2013, Seite 6, Ausland

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