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Neue Ermittlungen zu SS-Massaker verlangt

Stuttgart. Opfer und Hinterbliebene des 1944 verübten SS-Massakers im italienischen Sant’Anna di Stazzema fordern die Wiederaufnahme des im Herbst 2012 eingestellten Verfahrens. Die Anwältin der Opferfamilien, Gabriele Heinecke, übergab am Donnerstag bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart eine Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung. Angehörige der 16. SS-Panzer­grenadierdivision »Reichsführer SS« hatten am 12. August 1944 in dem toskanischen Dorf ein Massaker verübt. Die italienischen Behörden gehen von 560 Todesopfern aus. Den acht noch lebenden Beschuldigten konnten laut Staatsanwaltschaft Stuttgart weder Mord oder Beihilfe zum Mord nachgewiesen werden. Neun Beschuldigte waren aber 2005 von einem italienischen Gericht in Abwesenheit zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.02.2013, Seite 4, Inland

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