Aus: Ausgabe vom 17.01.2013, Seite 2 / Inland

Richard Kumpf ist tot

Berlin. Der langjährige Vorsitzende der Marx-Engels-Stiftung Wuppertal, Richard Kumpf, ist am 5. Januar gestorben. Das teilte die Stiftung am Mittwoch mit. Kumpf wurde 1922 in Ulm geboren, war gelernter Binnenschiffer und wurde im Zweiten Weltkrieg zur U-Boot-Flotte eingezogen. Er engagierte sich nach 1945 in KPD und FDJ, deren Zentralbüro für die BRD er 1955 leitete. Er hatte großen Anteil an der Heranführung unterschiedlicher politischer Gruppen an die Weltfestspielbewegung der 50er Jahre. Zusammen mit Klaus Rainer Röhl und Ulrike Meinhof hob er 1957 die Zeitschrift Konkret aus der Taufe. Von 1959 bis 1963 besuchte Kumpf die Parteihochschule der ­KPdSU in Moskau, promovierte danach an der Humboldt-Universität Berlin und leitete mehr als 30 Jahre die 1970 gegründete Marx-Engels-Stiftung. Im Jahr 2000 erschienen seine Erinnerungen unter dem Titel »Alarmtauchen im Krieg. Untertauchen im Kalten Krieg. Ein Kommunist berichtet über sein Leben«. (jW)
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