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09.01.2013
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Thyssen-Lobbyist Steinbrück
Düsseldorf. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück soll in seiner Zeit als Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp dem Konzern politische Unterstützung zugesagt haben. Dies berichtete das Düsseldorfer Handelsblatt am Dienstag unter Berufung auf das Beratungsprotokoll der Aufsichtsratssitzung am 31. Januar 2012. Steinbrück habe Hilfe angeboten, als andere Mitglieder des Gremiums die hohen Stromkosten für deutsche Industriekunden kritisiert hätten. Der frühere Bundeswirtschaftsminister war von Januar 2010 bis Ende 2012 Mitglied des Aufsichtsrats von Thyssen-Krupp. Dafür erhielt er laut Handelsblatt 170695 Euro.
Der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, nannte daraufhin von CDU und FDP erhobenen Vorwürfe »substanzlos« und »grotesk«. Die SPD habe immer die Position vertreten, daß Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, bei der Energiewende keine Nachteile entstehen dürften, sagte er am Dienstag in Berlin.
(AFP/dapd/jW)
Der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, nannte daraufhin von CDU und FDP erhobenen Vorwürfe »substanzlos« und »grotesk«. Die SPD habe immer die Position vertreten, daß Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, bei der Energiewende keine Nachteile entstehen dürften, sagte er am Dienstag in Berlin.
(AFP/dapd/jW)
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