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09.01.2013
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Wiederaufnahme des Falls Mollath?
Nürnberg/Hamburg. Der Anwalt des vermutlich zu Unrecht seit Jahren in der Psychiatrie untergebrachten Gustl Mollath, Gerhard Strate, will bis Anfang Februar einen Antrag auf ein Wiederaufnahmeverfahren stellen. Strate sagte der Nachrichtenagentur dapd am Dienstag, er werde bis Ende Januar abwarten, zu welchem Ergebnis die mit der Prüfung eines erneuten Verfahrens befaßte Staatsanwaltschaft Regensburg gekommen sei und dann gegebenenfalls bei der zuständigen Strafkammer des dortigen Landgerichts einen eigenen Antrag einreichen. Strate bestätigte damit einen Bericht des Münchner Merkur.
Der heute 56jährige Kaufmann Mollath wurde 2006 vom Landgericht Nürnberg-Fürth wegen angeblicher Gemeingefährlichkeit dauerhaft in die Psychiatrie in Bayreuth eingewiesen, weil er seine damalige Ehefrau angegriffen haben soll. Er hatte Schwarzgeldgeschäfte bei der Hypovereinsbank angeprangert, in die seine Frau verwickelt gewesen sein soll. Das Gericht hatte diese Vorwürfe als paranoide Hirngespinste abgetan, inzwischen stellten sie sich aber als zutreffend heraus.
Am Montag war bekanntgeworden, daß Strate gegen einen Nürnberger Amtsrichter und den Leiter des Bezirkskrankenhauses in Bayreuth Strafanzeige wegen des Verdachts der schweren Freiheitsberaubung im Fall Mollath gestellt hat.
(dapd/jW)
Der heute 56jährige Kaufmann Mollath wurde 2006 vom Landgericht Nürnberg-Fürth wegen angeblicher Gemeingefährlichkeit dauerhaft in die Psychiatrie in Bayreuth eingewiesen, weil er seine damalige Ehefrau angegriffen haben soll. Er hatte Schwarzgeldgeschäfte bei der Hypovereinsbank angeprangert, in die seine Frau verwickelt gewesen sein soll. Das Gericht hatte diese Vorwürfe als paranoide Hirngespinste abgetan, inzwischen stellten sie sich aber als zutreffend heraus.
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Am Montag war bekanntgeworden, daß Strate gegen einen Nürnberger Amtsrichter und den Leiter des Bezirkskrankenhauses in Bayreuth Strafanzeige wegen des Verdachts der schweren Freiheitsberaubung im Fall Mollath gestellt hat.
(dapd/jW)
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