Zum Inhalt der Seite

Antifaschistischer Selbstschutz

Die antifaschistische Mobilisierung gegen die für 12. und 19. Januar angekündigten Neonaziaufmärsche in Magdeburg läuft auf Hochtouren. Für den kommenden Samstag planen Antifaschisten in der Stadt ein letztes Blockadetraining, um sich auf ihre Aktionen des zivilen Ungehorsams vorzubereiten. Am 9. Januar (ab 18 Uhr) findet in den Räumlichkeiten des BUND (Olvenstedter Str. 10) eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel »Wie umgehen mit Nazis und deren Aufmärschen?« statt, an der unter anderem Vertreter von »Zusammen Kämpfen« Magedeburg und der Antifaschistischen Linken International (ALI) aus Göttingen teilnehmen werden.

Ein letzter Überblick über die geplanten Aufmärsche der Neofaschisten sowie die Gegenaktionen ist für den 11. Januar (17 Uhr) im Magdeburger Infoladen (Alexander-Puschkin-Straße) vorgesehen. Im Anschluß daran findet eine antifaschistische Vorabenddemonstration statt, die am Hauptbahnhof beginnen soll. Diese steht unter dem Motto »Staat und Nazis Hand in Hand – organisiert den Widerstand! Faschisten bekämpfen! Den antifaschistischen Selbstschutz stärken!«

»Mit besagter Demonstration wollen wir unsere antifaschistischen, antirassistischen und solidarischen Inhalte in den Vordergrund rücken. Nach dem Skandal um die rechte Terrorgruppe ›Nationalsozialistischer Untergrund‹ (NSU) wurde wieder einmal deutlich, daß man sich nicht auf den Staat und seine Polizei verlassen sollte, sondern daß es um mehr gehen muß, als den reinen Kampf gegen Nazis“, erklärte ein Sprecher der Organisatoren gegenüber junge Welt. (bern)
Anzeige




Weitere Informationen unter: www.magdeburg-nazifrei.com und www.entschlossenhandeln.blogsport.de

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2012, Seite 3, Schwerpunkt

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!