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Doping: Kein guter Stoff

Köln. Laut Sportmedizin-Professor Perikles Simon, der 2011 mit Kollegen das erste weltweite Nachweisverfahren für Gendoping entwickelt hat, reichen die angewandten Tests nur »für alte Ladenhüter unter den Substanzen«. Simon erklärte: »Wir führen Tests durch, obwohl wir wissen, daß diese nichts bringen. Die Kontrollen sind nicht intelligent und gezielt, und damit wirken sie auch nicht präventiv-abschreckend.« Daher falle auch nur ein Promille der Tests positiv aus. »Was den Spitzensport angeht, halte ich eine Dopingquote von 60 Prozent für realistisch«, so Simon. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2012, Seite 16, Sport

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