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S&P und Fitch droht Prozeß in Italien

Mailand. Die italienische Staatsanwaltschaft will sieben Mitarbeiter der großen US-Ratingagenturen S&P und Fitch wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation vor Gericht bringen. Gegen zwei Mitarbeiter der Agentur Moody’s habe die Anklage ihre Vorwürfe dagegen fallengelassen, teilte die italienische Steuerpolizei am Montag mit. Ein Gericht muß nun entscheiden, ob ein Prozeß eröffnet wird.

Die Justiz hatte schon vor längerer Zeit mitgeteilt, sie untersuche, ob es im Zusammenhang mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens im Jahr 2011 durch Standard & Poor’s (S&P) zu unerlaubten Marktmanipulationen und der rechtswidrigen Verwendung von vertraulichen Informationen gekommen ist. So soll geklärt werden, ob vor der offiziellen Verkündung Insider­informationen weitergegeben wurden. Federführung im Verfahren ist die Staatsanwalt in der süditalienischen Kleinstadt Trani.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.11.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

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