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Zehntausende in Myanmar vertrieben

Sittwe. Seit dem Beginn ethnischer und religiöser Unruhen in Myanmar sind nach Angaben der Vereinten Nationen bereits 28000 Menschen vertrieben worden. Da einige Flüchtlinge aus den Küstengebieten noch nicht erfaßt worden seien, könne die Zahl noch weiter steigen, sagte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Birma, Ashok Nigam, am Montag. Beim Großteil der Vertriebenen handele es sich um Muslime. Die Welle der Gewalt begann Mitte Oktober, nachdem Männer der Minderheit der muslimischen Rohingya beschuldigt wurden, ein Mädchen aus der Volksgruppe der buddhistischen Rakhine vergewaltigt zu haben. Die Rohingya, die vorwiegend an der Grenze zu Bangladesch leben, fühlen sich diskriminiert. Bei den jüngsten Unruhen wurden nach Behördenangaben mindestens 84 Menschen getötet und 120 weitere verwundet. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2012, Seite 6, Ausland

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