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Prozeß gegen Antifaschisten

Nürnberg. Am Dienstag ist vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth der Prozeß gegen den wegen einer angeblichen Attacke auf Polizisten bereits seit dem 21. April in Untersuchungshaft sitzendena Antifaschisten Deniz K. eröffnet worden (jW berichtete über seinen Fall u.a. am 5.6. und 3.9.). Zum Prozeßauftakt erklärte K. nach Verlesung der Anklageschrift, daß er keine Angaben machen werde.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 19jährigen vor, bei einer Demonstration des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Nürnberg am 31. März mit der angespitzten Holzstange einer Fahne gezielt auf fünf Polizisten eingestochen zu haben. Vier Beamte blieben unverletzt, ein fünfter erlitt Schürfwunden am Hals. Die Verteidigung hält den Totschlagsvorwurf für unangemessen, zumal aus ihrer Sicht nicht bewiesen ist, daß ihr Mandant zugestochen hat.
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Vor Beginn der Verhandlung demonstrierten rund 30 Antifaschisten vor dem Justizgebäude für die Freilassung des jungen Mannes. Ein Urteil wird für den 7. November erwartet. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2012, Seite 5, Inland

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