Zum Inhalt der Seite

Baltasar Garzón vertritt Assange

London. Der ehemalige spanische Ermittlungsrichter Baltasar Garzón hat die Leitung des Anwaltsteams von Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange übernommen. Wie die Enthüllungsplattform am Dienstag mitteilte, traf sich Garzón vor kurzem mit Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London, um mit ihm die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Assange hat politisches Asyl in Ecuador beantragt. Er soll von Großbritannien an Schweden ausgeliefert werden, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden.

Der 41jährige Australier fürchtet, letztlich an die USA ausgeliefert und dort wegen der Enthüllungen durch das Internetportal verfolgt zu werden. Garzón hat sich durch die Festnahme des chilenischen Exdiktators Augusto Pinochet im Jahr 1998 international einen Namen gemacht. Im Februar verhängte Spaniens Oberster Gerichtshof ein elfjähriges Berufsverbot gegen den 56jährigen, weil er im Rahmen von Ermittlungen zu einem Korruptionsskandal um die konservative Volkspartei (PP) Gespräche zwischen Verdächtigen und ihren Anwälten hatte abhören lassen.


(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.07.2012, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!