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Bolsonaro-Sohn in Abwesenheit verurteilt
Brasília. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat den ehemaligen Abgeordneten Eduardo Bolsonaro am Dienstag zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zwei Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem in den USA lebenden Sohn des Expräsidenten Jair Bolsonaro vorgeworfen, die dortigen Behörden zu Sanktionen gegen brasilianische Richter und zu Zöllen gedrängt zu haben, um das Verfahren gegen seinen Vater zu beeinflussen, der wegen der Planung eines Staatsstreichs nach seiner verlorenen Wahlkampagne 2022 derzeit unter Hausarrest steht. Neben der Haftstrafe darf er acht Jahre lang kein öffentliches Amt bekleiden. Zuletzt hatte Eduardo Bolsonaro sich hinter die Präsidentschaftskandidatur seines Bruders Flavio gestellt, der Umfragen zufolge bei der Wahl im Oktober der stärkste Herausforderer des amtierenden Staatschefs Luiz Inácio Lula da Silva ist. (Reuters/jW)
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