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EU-Russland-Sanktionen

Bulgarien will neue EU-Sanktionen gegen Russland nur zum Teil mittragen

Foto: mfa.bg, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dr._Velislava_Petrova-Chamova_MFA.jpg
Die bulgarische Außenministerin Velislava Petrova-Chamova will die EU-Sanktionen gegen Russland nicht gänzlich mittragen

Sofia. Bulgarien will einen Teil möglicher neuer EU-Sanktionen gegen Russland nicht mittragen. Außenministerin Welislawa Petrowa sagte am Mittwoch im Parlament in Sofia zu Journalisten, ihre Regierung sei gegen Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill und gegen Maßnahmen, die »direkt« den Erdölriesen Lukoil und seine Tochterunternehmen treffen würden. »Die Position Bulgariens ist sehr klar«, sagte die Ministerin. »Wir unterstützen Sanktionen, die wirtschaftliche Auswirkungen haben, die die Mitgliedstaaten nicht mehr bestrafen als das Land, das den Krieg führt, und die nicht nur symbolischen Charakter haben.« So wolle die bulgarische Regierung die »Energiesicherheit des Landes« bewahren, sagte Petrowa. Diese Haltung werde von anderen EU-Staaten geteilt.

Die Ministerin warnte zudem, Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill würden Nährboden für »anti-europäische Propaganda« bieten, weil der Eindruck entstehen würde, Europa mische sich in Kirchenangelegenheiten ein. Kirills Vermögen in bestimmten Banken einzufrieren würde die Aktivitäten des Patriarchen nicht einschränken, deswegen wäre ein solcher Schritt eher »symbolisch«, argumentierte Petrowa.

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Die EU hatte am Montag 81 Menschen und Organisationen auf die Sanktionsliste gesetzt, darunter den von russischen Medien als »Putins Beichtvater« bezeichneten russisch-orthodoxen Bischof Georgij Schewkunow. Der Vertraute von Präsident Wladimir Putin gilt als möglicher Nachfolger von Patriarch Kirill. Außerdem laufen in der EU Verhandlungen für ein 21. Sanktionspaket gegen Russland. (AFP/jW)

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Erschienen am 18.06.2026, Ausland

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