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Fußball-Randspalte

In den Fuß geschossen

Köln. Die Vorwürfe von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, bei der erfolgreichen deutschen WM-Bewerbung für 2006 sei es nicht korrekt zugegangen (weil sich bei der entscheidenden Abstimmung der Neuseeländer Charles Dempsey der Stimme enthalten hatte), haben bei hiesigen Spitzenfunktionären für Kopfschütteln gesorgt. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bekannte gegenüber Sky Sport, über »ein absolut reines Gewissen« zu verfügen. Der damalige WM-Bewerbungschef Franz Beckenbauer twitterte: »Die enthaltene Stimme war schriftlich Deutschland zugesichert«. Für den langjährigen FIFA-Direktor Guido Tognoni sind die Blatter-Vorwürfe »ein Schuß in den eigenen Fuß, denn alles ist unter Aufsicht von Sepp Blatter geschehen«. (sid/jW)

Unter Störfeuer

Frankfurt/Main. Martin Lanig, Neuzugang bei Aufsteiger Eintracht Frankfurt, hat die »vielen Baustellen« für den Niedergang seines früheren Klubs 1.FC Köln verantwortlich gemacht. »Es war immer Unruhe«, sagte der Mittelfeldspieler der Frankfurter Rundschau. Überall sei die Presse mit dabei gewesen, und auch der Konflikt zwischen Trainer Ståle Solbakken und Sportdirektor Volker Finke habe auf der Mannschaft gelastet. »Das sind lauter Störfeuer, die letztlich dazu führen, daß du absteigst.« In Frrankfurt sei die Stimmung besser als in Köln, »aber das ist auch nicht schwierig«. (sid/jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2012, Seite 16, Sport

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