-
14.06.2012
- → Feuilleton
Zumutung
Drei Tage vor der Uraufführung hat das Würzburger Mainfranken-Theater das Stück »Nacktes Leben … oder … bei lebendigem Leibe« des Berliner Dramatikers Paul M. Waschkau vom Spielplan genommen. Es stelle Folter im Zweiten Weltkrieg und in der heutigen Zeit mit »quälender Genauigkeit« dar und sei einem Stadttheaterpublikum nicht zumutbar, begründete Intendant Hermann Schneider die Entscheidung am Mittwoch. Er sprach von einem »Panorama der Grausamkeiten«. Die Uraufführung war für Samstag angesetzt. Im vergangenen Jahr hatte das Mainfranken-Theater das Stück noch mit dem Leonhard-Frank-Preis ausgezeichnet. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton