Nachschlag: Katzenfutter
→ District 9. So., 3.20 Uhr, ZDF Neo
Ein demoliertes Raumschiff hängt wie ein Schatten über Johannesburg. In einer nicht näher definierten nahen Zukunft (es könnten auch die frühen 1980er sein) werden in ihrer Heimatgalaxie arbeitslos gewordene Aliens, die sich vorzugsweise von Katzenfutter ernähren, in ein »Township« gepfercht und von den Behörden sowie einem allgegenwärtigen Technologiegroßunternehmen diskriminiert, ausgebeutet, terrorisiert, gefoltert, gemordet. Die Autoritäten nennen die außerirdischen Arbeitsmigranten im einschlägig genüsslichen Tonfall rassistischer Verachtung »Prawns«. Tatsächlich sehen sie wie eine Kreuzung aus Küchenschabe und Industrieroboter aus. Eine sarkastische Pointe betrifft dann das Wesen der Humanität selbst: Das Menschlichste – Empathie, Solidarität; so sagen inzwischen selbst die Neurobiologen – findet sich natürlich nicht bei Quälgeistern, sondern in einem halb animalischen, halb technischen Körper. In einem malträtierten Wesen, das Unverständliches murmelnd in einem Müllhaufen nach Katzenfutter gräbt. (aha)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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