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Vom Strecken der Faust

Berlin. Der DFB-Kontrollausschuß hat eine Rekordstrafe für Lewan Kobiaschwili von Hertha BSC beantragt. Ein Jahr soll der laut Otto Rehhagel »fairste Spieler seit dem Zweiten Weltkrieg« gesperrt werden. Das gab es in der Geschichte der Bundesliga noch nie. Der georgische Rekordnationalspieler soll beim Relegationsspiel am 15. Mai in Düsseldorf den Schiri Wolfgang Stark geschlagen haben, »mit ausgestreckter Faust« – das sagte der Ergoldinger vor dem DFB-Sportgericht aus: »Ich habe mich weggeduckt, bin dann am Hinterkopf getroffen worden. Einzig das Treppengeländer verhinderte einen Sturz, und das wären fünf bis sechs Meter gewesen.« Starks Version wird von seinen Assistenten bestätigt. Kobiaschwili schwört laut Hertha-Präsident Werner Gegenbauer »Stein und Bein, daß er nicht geschlagen hat«. Sollte der 34jährige wie beantragt von 16. Mai 2012 bis 16. Mai 2013 gesperrt werden, wäre das wohl sein Karriereende. Hertha hat am Donnerstag Einspruch eingelegt, auch gegen die Strafanträge gegen seine Spieler Thomas Kraft (fünf Spiele Sperre) und Andre Mijatovic (vier).(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.06.2012, Seite 16, Sport

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