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Solidarität mit ­»Paradiesvogelfest«

Weitersroda. Wegen rechtsextremer Drohungen gegen das »Paradiesvogelfest« auf dem Schloßgelände im südthüringischen Weitersroda haben Freunde des linken Liedermachers Florian Kirner alias Prinz ­Chaos II. zur Solidarität mit dem Schloßherren und Festival-Veranstalter aufgerufen. Auf einer Facebook-Seite waren zeitweise offene Gewaltaufrufe gegen Kirner und das vom 31. Mai bis zum 3. Juni geplante Festival zu sehen. »Leider kommen wohl einige Bewohner in Weitersroda und den umliegenden Dörfer partout nicht damit klar, daß der Prinz schwul ist«, schrieb sein Kollege Konstantin Wecker auf seiner Facebook-Seite. Er rief dazu auf, nach Weitersroda zu fahren und die Solidarität »mit dem Genuß eines wunderbaren Festivals« zu verbinden. Wenige Tage zuvor hatte nach einer anderen Veranstaltung auf dem Schloßgelände ein Fahrzeug gebrannt. Für die Sicherheit des Festivals würden die Polizei, eine Security-Einheit, eine Gruppe aus den eigenen Reihen sowie die Wachsamkeit sämtlicher Teilnehmer sorgen, verspricht Kirner auf seiner Website.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2012, Seite 15, Antifaschismus

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