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Graumann nennt IOC »gefühlskalt«

München. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat scharf kritisiert, daß das Internationale Olympische Kommitee (IOC) eine Schweigeminute zum 40. Jahrestag des Olympia-Attentats von München ablehnt. Dies sei »gefühlskalt« und »unmenschlich«, schrieb der Präsident des Zentralrats, Dieter Graumann, in einem Gastbeitrag für Die Welt (Donnerstagsausgabe). Im Zuge der Geiselnahme durch ein palästinensisches Kommando waren 1972 elf israelische Athleten getötet worden. Ob im Kugelhagel der Polizei oder durch die Geiselnehmer, konnte nicht geklärt werden. Der Verzicht auf die Schweigeminute »wird hoffentlich nicht daran liegen, daß dem IOC inzwischen so viele arabische und muslimische Länder angehören«, schrieb Graumann.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.05.2012, Seite 2, Inland

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