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Atomlobby fordert Endlager Gorleben

Stuttgart. Das Deutsche Atomforum hat sich vehement für die weitere Erkundung des niedersächsischen Salzstocks bei Gorleben als Endlager für hoch radioaktiven Abfall ausgesprochen. Gorleben müsse »bis zu einer abschließenden Eignungsaussage weiter als möglicher Endlagerstandort im Auswahlverfahren bleiben«, sagte dessen Präsident Ralf Güldner am Dienstag bei der Eröffnung der Jahrestagung Kerntechnik in Stuttgart. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe diskutiert derzeit über ein neues Standortsuchverfahren.

Vor dem Tagungsort protestierten Atomkraftgegner. Gorleben sei ungeeignet, weil Wasser eindringe, sagte Jörg Schmid vom Aktionsbündnis »Atomforum abschalten«. Zudem bestehe die Gefahr einer »Vorfestlegung« auf Gorleben, weil bereits mehr als eine Milliarde Euro für die Erkundung ausgegeben wurde und die Untersuchung weiterer Standorte somit deutlich teurer wäre.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2012, Seite 5, Inland

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