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Fußball-Randspalte

Schweinis Sorry

München. Bastian Schweinsteiger, tragische Figur beim »Drama dahoam« der Vizebayern, hat sich beim Bundespräsidenten Joachim Gauck für den unterbliebenen Händedruck nach dem Spiel entschuldigt. Es sei jedoch falsch, von einem »verweigerten Handschlag« zu sprechen, betonte der Nationalspieler. Er habe Gaucks ausgestreckte Hand beim Gang über die Tribüne schlicht »nicht gesehen«. »Ich habe in diesen Momenten, nach dieser großen Enttäuschung, nichts mehr um mich herum wahrgenommen. Ich war verzweifelt, enttäuscht, wie paralysiert«, so Schweini.

(sid/jW)

Titel für andere

Auxerre. In Italien gewann der SSC aus Napoli durch ein 2:0 gegen Juventus Turin den italienischen Pokal. In Frankreich hat der HSC Montpellier in einem Skandalspiel bei AJ Auxerre seinen ersten Meistertitel perfekt gemacht. Das Spiel stand gleich dreimal vor dem Abbruch, weil Auxerre-Anhänger Feuerwerkskörper, bengalische Feuer, Tennisbälle, Klopapier und Tomaten auf den Rasen warfen. Die Polizei stürmte den Ultra-Block der Gastgeber, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Als Schiedsrichter Said Ennjimi die Partie zweieinhalb Stunden nach Beginn abpfiff, kannte der Jubel bei Montpellier dann aber keine Grenzen mehr. (sid/jW)

Toni, der Lügner

Köln. Gut fünf Wochen nach seinem Rausschmiß als Trainer des 1. FC Köln hat Stale Solbakken mit seinem Ex-Klub abgerechnet. »Schumacher war 25 Jahre nicht in der Zeitung, spricht, als wäre er der Sportdirektor aus dem Himmel und verbreitet Lügen, ich wollte nicht mit jungen Spielern arbeiten«, sagte Solbakken. Einen Tag vor seiner Entlassung habe Schumacher bei ihm in der Küche gesessen und ihm versichert, daß man ihn »nicht entlassen« werde. Auch Geschäftsführer Claus Horstmann und der neue Präsident Werner Spinner hätten ihm Rückhalt signalisiert. »Wenn es dann diese Entscheidung gibt, hat man ein falsches Spiel gespielt«, sagte Solbakken über sein Aus. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.05.2012, Seite 16, Sport

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