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Ein brüllend’ Ding

The Black Keys: »El Camino« (Nonesuch/Warner). Könnte auch Lenny Kravitz gefallen. Das Erstaunliche an diesem glitzernden Ding ist neben einem 1a-Cover (geile alte Kisten in staubiger Landschaft), daß es sich schon um die siebte Platte der Black Keys handelt. Die spielten sich seit 2001 durch so manche Garage, bis sich der Erfolg endlich einstellte. Jetzt spielen sie in Garagen, die Hallengröße haben. Und wissen einen Mann an Bord, der sich mit dunklen Reglern auskennt: Danger Mouse, der mit Rap (Jay Z, »Grey Album«) genauso kann wie mit Soul (Gnarls Barkley) und Indierock (Sparkle­horse), sich hier aber ziemlich zurückhält: Klar klingt das fett, und immer auch so, wie R&B und Soul mal wieder klingen müßten, nämlich deep. Von den Rock- und Bluesansätzen der beiden Garagenbewohner Dan Auerbach (Schlagzeug) und Patrick Carney (Rest) läßt Danger Mouse allerdings die Finger. So ist ein funkelnd’, brüllend’ Ding entstanden, Garagenrock in schick eben. Jeanswerbungsmusik, die echt was kann. (rh)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.03.2012, Seite 12, Feuilleton

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