Zum Inhalt der Seite

Polizei stürmt Wohnhaus in Kreuzberg

Berlin. Eine vermeintliche Hausbesetzung am Schlesischen Tor in Berlin-Kreuzberg hat am Montag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Anwohner alarmierten die Beamten, »weil sich mehrere Personen illegal Zutritt zu dem Wohnhaus« in der Bevernstraße 2 verschafft hätten, wie die Polizei mitteilte.

Daraufhin habe der Hausverwalter den vierstöckigen Bau mit Hilfe von rund 150 Polizisten durchsucht, um die Mietverträge der Bewohner zu überprüfen und legale Mietparteien von den mutmaßlichen Besetzern zu unterscheiden.

Angetroffen wurden aber laut Polizei bloß zehn Angehörige der »linken Szene« im Hinterhof des Hauses. Sie wurden des Geländes verwiesen. Gegen sie wird nach Polizeiangaben wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung im Haus ermittelt. Auseinandersetzungen oder Festnahmen gab es nicht. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2012, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!