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Welche Drogen?

Der Internationale Suchtstoffkontrollrat, der die internationalen Drogenabkommen der UNO überwacht, die regeln, was legal ist und was nicht, hat am Dienstag in Berlin seinen Jahresbericht 2011 vorgestellt. Demnach nimmt in Europa die Vielfalt der konsumierten Drogen zu. 2010 wurde die höchste Anzahl neuer Substanzen festgestellt, darunter das zur Gruppe der Amphetamine gehörende Mephedron. Nach wie vor ist Europa nach Nordamerika der zweitgrößte Kokainmarkt weltweit, wobei der Konsum in den Ländern West- und Mitteleuropas stagniert. Dafür steigen sowohl der Kokain- als auch der Heroinkonsum in Südost- und Osteuropa, insbesondere in der Ukraine und den Ländern der Russischen Föderation. Afrika bleibt weiterhin Transitregion für den Drogenschmuggel. In Kenia und Tansania seien 2011 Rekordmengen an Heroin beschlagnahmt worden.

In Mittelamerika und der Karibik habe die Gewalt des Drogenkrieges »ein alarmierendes und nie da gewesenes Ausmaß erreicht«. Einige mexikanische Drogenkartelle hätten unter dem Druck der Strafverfolgung ihre Aktivitäten in umliegende Länder verlegt, darunter Honduras, El Salvador und Guatemala. Diese Länder haben gemeinsam mit Jamaika inzwischen die höchsten Mordraten weltweit. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.02.2012, Seite 13, Feuilleton

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