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Fußball-Randspalte

Mafia zahlt

Jerusalem. Der israelische Fußballverband IFA ist unter Verdacht der Spielmanipulation geraten. Die Polizei in Jerusalem verhörte den IFA-Präsidenten Avi Luzon. Er wird verdächtigt, Resultate der ersten Liga beeinflußt zu haben, weil er die Ansetzungen der Schiedsrichter kontrolliert hatte. Luzon wurde gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Das Land verlassen darf er allerdings nicht. Laut israelischen Medienberichten wurden zuvor Verbandsmitglieder, Spieler, Trainer und Schiedsrichter zur möglichen Affäre befragt. Die Zeitung Haaretz hatte berichtet, daß die Besitzer des Erstligisten Hapoel Petah Tikvah, IFA-Offizielle und »das organisierte Verbrechen« an den Manipulationen beteiligt gewesen sein sollen. Schon 2006 hatten drei Spieler des damaligen Zweitligisten Hapoel Beersheva zugegeben, ein Spiel absichtlich verloren zu haben. Sie beschuldigten die Mafia, Bestechungsgelder bezahlt und ihre Familien bedroht zu haben.

(sid/jW)

Facebook streßt

Düsseldorf. Bayer Leverkusens Kapitän Simon Rolfes (29) ist ein entschiedener Gegner sozia­ler Netzwerke. Er nutze Facebook nicht, weil er das für »eine gnadenlose Zeitverschwendungsmaschine« halte, sagte er der Rheinischen Post. »Ich rufe meine Freunde an, und ich muß auch nicht nachlesen können, ob sie abends Pizza essen.« Das sei ein Trend in der Gesellschaft, der sehr starke Auswirkungen haben könne, der die Leute nervös mache. »Es ist also streßfrei für mich, das Ganze gar nicht erst mitzumachen«, so Rolfes. Im Testspiel am Sonntag gegen den RKC Waalwijk (1:3) erlitt Rolfes dann eine Kapselverletzung im Sprunggelenk. (ots/sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.01.2012, Seite 16, Sport

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