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Chiles KP: Nerudas ­Todesursache klären

Santiago de Chile. Chiles Kommunistische Partei will die Gebeine des Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda exhumieren lassen, um sie auf eine mögliche Ermordung des Dichters zu untersuchen. Der Anwalt der Partei, Eduardo Contreras, übergab nach eigenen Angaben dem Richter Mario Carroza, der seit Juni in dem Fall ermittelt, am Montag (Ortszeit) einen entsprechenden Antrag. Contreras sagte, Untersuchungen hätten ergeben, daß die offizielle Version, wonach Neruda knapp zwei Wochen nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 an Prostatakrebs gestorben sei, nicht zutreffe. Vielmehr sei Neruda einem Herzinfarkt erlegen, sagte Contreras.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2011, Seite 6, Ausland

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