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Commerzbank will privat bleiben

Frankfurt am Main. Commerzbank-Chef Martin Blessing will eine Verstaatlichung von Deutschlands zweitgrößter Bank verhindern. Mit einem Rückkauf von Anleihen will er einen Teil der bis zu fünf Milliarden Euro großen Eigenkapitallücke schließen. Für den Fall, daß Blessing die Zielmarke nicht erreicht, steht die bereits mit 25 Prozent an der Bank beteiligte Bundesregierung bereit. Von dem Anleiherückkauf würde die Commerzbank in Form eines Buchgewinns von bis zu 600 Millionen Euro profitieren.

Regierungskreisen zufolge will das Kabinett noch vor Weihnachten beschließen, den Bankenrettungsfonds SoFFin wieder zu aktivieren, um Geldhäusern notfalls unter die Arme zu greifen. Je nachdem, wieviel Eigenkapital der Commerzbank fehlt, könnte der Bund dann die Mehrheit übernehmen. Hintergrund sind die erhöhten Kernkapitalanforderungen der EU-Bankenaufsicht EBA. Die sollen die Widerstandskraft der Institute in der Schuldenkrise erhöhen.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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