Zum Inhalt der Seite

Koalition streitet um Datenüberwachung

Berlin. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle lehnt den Kompromißvorschlag von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) zur sogenannten Vorratsdatenspeicherung ab.»Die totale Überwachung der Bürger ist mit der FDP nicht zu machen«, sagte Brüderle dem Tagesspiegel vom Sonntag. Friedrich hatte der FDP vorgeschlagen, gemeinsam in Brüssel für eine Verkürzung der Speicherfrist von sechs auf vier Monate und eine Begrenzung der Zugriffsmöglichkeiten der Behörden auf die Daten einzutreten. Die Speicherung der Verbindungsdaten von Telefon, E-Mail und Internet wird in einer EU-Richtlinie geregelt, die Deutschland bislang nicht umgesetzt hat.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.12.2011, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!