-
01.12.2011
- → Natur & Wissenschaft
Umsetzungsproblem
Am Montag begann im südafrikanischen Durban die 17. UN-Klimakonferenz. Es sei ihre »moralische und ethische Pflicht«, alle Entscheidungen abzulehnen, die nicht ihr Überleben garantierten, erklärte zum Auftakt die Allianz der Kleinen Inselstaaten (AOSIS) und forderte ein Klimaschutzabkommen für die Zeit nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls. Südafrikas Staatschef Jacob Zuma erklärte, die Bekämpfung des Klimawandels müsse mit dem Kampf gegen die Armut einhergehen. Allgemein wird von der Konferenz allerdings nur wenig erwartet.
Eine typische Einschätzung traf am Mittwoch Klimaforscher Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Uni Kiel (IFM-Geomar). Die Anreise zum Gipfel in Durban lohne sich nicht, erklärte er dem TV-Sender Phoenix. »Es steht ja leider schon fest, daß dabei gar nichts herauskommen wird. Die Verhandlungen sind seit Jahren festgefahren.« Im übrigen hätten wir »kein Erkenntnisproblem mehr, wir haben ein Umsetzungsproblem.« Bislang passiere immer das Gegenteil von dem, was passieren müßte. »Die Zahlen sind erschreckend.« Der CO2-Ausstoß sei seit 1990 um 40 Prozent angestiegen, allein seit 2000 um 30 Prozent und von 2009 zu 2010 um über sechs Prozent weltweit. »Wir werden immer mehr Wetterextreme bekommen«, in Deutschland vor allem Trocken- und Hitzeperioden sowie sintflutartige Niederschläge. »Das sind keine Gegensätze«, erklärte Latif.
(ots/jW)
Eine typische Einschätzung traf am Mittwoch Klimaforscher Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Uni Kiel (IFM-Geomar). Die Anreise zum Gipfel in Durban lohne sich nicht, erklärte er dem TV-Sender Phoenix. »Es steht ja leider schon fest, daß dabei gar nichts herauskommen wird. Die Verhandlungen sind seit Jahren festgefahren.« Im übrigen hätten wir »kein Erkenntnisproblem mehr, wir haben ein Umsetzungsproblem.« Bislang passiere immer das Gegenteil von dem, was passieren müßte. »Die Zahlen sind erschreckend.« Der CO2-Ausstoß sei seit 1990 um 40 Prozent angestiegen, allein seit 2000 um 30 Prozent und von 2009 zu 2010 um über sechs Prozent weltweit. »Wir werden immer mehr Wetterextreme bekommen«, in Deutschland vor allem Trocken- und Hitzeperioden sowie sintflutartige Niederschläge. »Das sind keine Gegensätze«, erklärte Latif.
Anzeige
(ots/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Natur & Wissenschaft
