-
21.10.2011
- → Inland
»Kalte Progression« soll gedämpft werden
Berlin. Die schwarz-gelbe Koalition hat sich auf eine Steuerentlastung zum 1. Januar 2013 verständigt. Durch eine Reduzierung der sogenannten kalten Progression sollen die Steuerzahler jährlich um etwa sechs bis sieben Milliarden Euro entlastet werden, teilte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Donnerstag in Berlin mit. Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer soll dafür angehoben werden und entsprechend der Steuertarif angepaßt werden. »Kalte Progression« bedeutet, daß Lohnabhängige einen höheren Einkommensteuersatz zahlen müssen, obwohl ihre Kaufkraft gleichbleibt oder womöglich gar sinkt. Grund ist, daß der Steuertarif in Deutschland nach dem nominalen Einkommen berechnet wird und progressiv verläuft. Inflationsbedingt kann sich trotz unveränderten oder sogar sinkenden Realeinkommens ein Anstieg des Durchschnittssteuersatzes und damit der Belastung ergeben.
Die SPD erteilte den Plänen eine klare Absage. »Wir brauchen in der aktuellen Lage keine Steuersenkungen«, erklärte Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit Blick auf die Euro-Krise am Donnerstag in Berlin.(AFP/jW)
Die SPD erteilte den Plänen eine klare Absage. »Wir brauchen in der aktuellen Lage keine Steuersenkungen«, erklärte Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit Blick auf die Euro-Krise am Donnerstag in Berlin.(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
