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Neuer strahlender Abfall für Gorleben

Gorleben. Umweltschützer prognostizieren trotz des angekündigten Atomausstiegs eine Zunahme des hochradioaktiven Mülls um rund 40 Prozent. Durch die Streckung der Laufzeiten für die verbleibenden AKW bis 2022 kämen zu den bislang vorhandenen 6500 Tonnen noch 4500 hinzu, erklärte die Bürgerinitiative (BI) Lüchow-Dannenberg am Mittwoch. Sie berief sich auf eine neue Studie des Endlagerexperten Wolfgang Neumann. Die BI fürchtet zudem, daß Gorleben nicht nur zum Depot für hochradioaktiven Atommüll ausgebaut wird. Die Frankfurter Rundschau hatte am Mittwoch berichtet, daß der Salzstock im Kreis Lüchow-Dannenberg nach Planungen der Bundesregierung womöglich auch »vernachlässigbar Wärme entwickelnde Abfälle«, also schwach- und mittelradioaktive, aufnehmen solle. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2011, Seite 4, Inland

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