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NATO bombt weiter in Libyen

Brüssel. Die NATO-Staaten haben das Mandat für ihren Krieg gegen Libyen trotz des Sturzes von Muammar Al-Ghaddafi bis zum Jahresende verlängert. Einen entsprechenden Beschluß faßte der NATO-Rat am Mittwoch, wie aus Diplomatenkreisen verlautete. Die NATO-Intervention »Unified Protector« hatte Ende März begonnen, angeblich um die Zivilbevölkerung zu schützen. In Wirklichkeit hat der Pakt mit seinen massiven Bombardements den Vormarsch der Rebellen und die Entmachtung Ghaddafis erst möglich gemacht. Nach Angaben des sogenannten Übergangsrates wurden im Krieg bisher 50000 Menschen getötet, viele von ihnen bei den NATO-Luftangriffen. Doch auch einen Monat nach der Eroberung des Präsidentenpalastes in Tripolis hat der Nationale Übergangsrat das Land noch nicht vollständig unter Kontrolle. Vor allem in den Hochburgen des früheren Machthabers gibt es weiter Kämpfe.
(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.09.2011, Seite 1, Titel

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