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Deutsche Firmen bei Belo Monte mit dabei

Gebaut wird Belo Monte vom Konsortium Norte Energia. Doch auch deutsche Firmen unterstützen den Bau des Megastaudammprojekts. Der Konzern Daimler AG wird mit seiner Tochterfirma Mercedes Benz do Brasil 540 Lastwagen mit einem Auftragsvolumen von mindestens 86 Millionen Euro liefern.

Mit den geländegängigen Fahrzeugen sollen über 100 Millionen Tonnen Erde und Gestein transportiert werden. Die Siemens-Tochterfirma Voith Hydro liefert im Rahmen eines Großauftrags im Wert von 443 Millionen Euro Turbinen, Generatoren und Transformatoren und hat mit Andritz aus Österreich und dem französischen Konzern Astom ein Konsortium gebildet.


Bisher spielt in der hiesigen Debatte um das Thema Belo Monte die Verwicklung deutscher Konzerne so gut wie keine Rolle. Die Beteiligung der deutschen Unternehmen zeigt einmal mehr, daß für die Wirtschaft einzig und allein der Profit zählt, egal ob indigenen Völkern das Land gestohlen oder überflutet wird oder ob Menschenleben bedroht sind.(nm)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.09.2011, Seite 3, Schwerpunkt

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