Zum Inhalt der Seite

Anno…37. Woche

1871, 17. September: In London beginnt eine Konferenz der Internationalen Arbeiterassoziation (IAA). 31 Delegierte aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, der Schweiz, Spanien und den USA diskutieren über Fragen der Organisation der Arbeiterbewegung. In dem Beschluß »Politische Wirksamkeit der Arbeiterklasse« heißt es, daß die »Konstituierung der Arbeiterklasse als politische Partei unerläßlich ist für den Triumph der sozialen Revolution«.

1931, 18. September: Im österreichischen Bundesland Steiermark beginnt ein Putschversuch der klerikalfaschistischen Heimwehren unter der Führung des Landesleiters des steirischen Heimatschutzes, Walter Pfrimer. Das österreichische Bundesheer und der republikanische Schutzbund, die Selbstschutzorganisation der Sozialdemokratie, werden gegen die Putschisten in Marsch gesetzt. Schon bald wird klar, daß der Aufstand zum Scheitern verurteilt ist. Pfrimer und einige seiner Getreuen fliehen nach Jugoslawien.

1931, 18. September: Mit dem sogenannten Zwischenfall von Mukden, einem Sprengstoffanschlag auf die südmandschurische Eisenbahn, beginnt die japanische Invasion in Nordostchina. Im März 1932 folgt die Ausrufung des vom japanischen Imperialismus abhängigen Marionettenstaates Mandschuko unter dem letzten chinesischen Kaiser Pu Yi, der 1911 in Peking durch die bürgerliche Revolu­tion unter Sun Yatsen entmachtet worden war.


1946, 15. September: Nachdem sich am 8. September 92,7 Prozent der Bevölkerung für die Abschaffung der Monarchie und die Umwandlung Bulgariens in eine Volksrepublik ausgesprochen hatten, wird die Volksrepublik Bulgarien proklamiert.

1951, 15. September: Die Volkskammer der DDR verabschiedet einstimmig einen Appell an den Bundestag, in dem die BRD-Parlamentarier aufgefordert werden, mit ihren Kollegen in der DDR eine »gemeinsame gesamtdeutsche Beratung« durchzuführen. Dabei soll über die Abhaltung freier gesamtdeutscher Wahlen mit dem Ziel der »Bildung eines einheitlichen, demokratischen und friedliebenden Deutschland« verhandelt werden.
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2011, Seite 15, Geschichte

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!