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30.08.2011
- → Kapital & Arbeit
Preisaufschläge wegen »Biosprit«
Berlin. Tankstellen in Deutschland kassieren bereits seit dem Frühjahr zusätzlich Geld bei den Autofahrern, die sich weigern, Benzin mit einem höheren Ethanolanteil (E10) zu tanken. Entsprechende Vermutungen hat die Mineralölwirtschaft jetzt bestätigt. »Durch jeden Liter herkömmlichen Superbenzins E5, der bei uns getankt wird, entsteht eine Fehlmenge, die es uns unmöglich macht, die geforderte Biokraftstoffquote zu erreichen«, sagte Karin Retzlaff, Sprecherin des Mineralölverbandes MWV, dem Berliner Tagesspiegel (Montagausgabe). Daher würden die beteiligten Unternehmen zwei bis drei Cent auf jeden verkauften Liter Superbenzin (E5) aufschlagen. Die Mineralölbranche ist gesetzlich verpflichtet, den Anteil von Biokraftstoffen an der verkauften Kraftstoffmenge anzuheben. Allerdings liegt die Statistik dazu frühestens im Frühjahr 2012 vor. Erst dann ist klar, ob und in welcher Höhe eine Strafe fällig wird. Deutschlands größter Benzinverkäufer Aral strebt derweil angeblich ein höheres Preisniveau an seinen rund 2500 Tankstellen an. Wie die Welt (Montagausgabe) berichtete, liegen ihr vertrauliche Unterlagen von Aral über ein neues Provisionsmodell für die Tankstellenpächter vor. Danach sollen die Tankstellenbetreiber eine höhere Provision bekommen, wenn sie Benzin und Diesel über eine möglichst lange Zeit teuer verkaufen. Bislang würden sie allein nach der Absatzmenge bezahlt. (dapd/jW)
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