Zum Inhalt der Seite

Kurdischer TV-Sender in Dänemark vor Verbot

Kopenhagen. Die dänische Staatsanwaltschaft hat ein Verbot des kurdischen Fernsehsenders Roj-TV gefordert. Der Sender glorifiziere die kurdische Arbeiterpartei PKK, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen vor Gericht in Kopenhagen am Montag. Gegen Roj-TV solle eine Geldstrafe verhängt und den Machern die Rundfunklizenz entzogen werden. Der Anwalt des Senders wies die Vorwürfe zurück. Drei kurdische Abgeordnete und der Botschafter der Türkei in Dänemark waren bei der Anhörung anwesend. Vor dem Gerichtsgebäude fand gleichzeitig eine prokurdische Demonstration statt. Ein Urteil wird im November erwartet. (dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 16.08.2011, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!