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Spekulationsblase

Sogenannte Spekulationsblasen bezeichnen eine Situation, bei der ein Wirtschaftsgut bzw. ein Finanzwert an den Märkten deutlich über seinem Fundamentalwert gehandelt wird. Eine große Nachfrage führt dabei i.d.R. zu extrem schnellem Preisanstieg. Der früher oder später zwangsläufig einsetzende und sich meist rasant vollziehende Preisverfall (Börsensprech: die Anleger »fliehen« aus dem Wert) markiert den Zeitpunkt, der als »Platzen« der Blase bezeichnet wird.

Die seit etwa zwei Jahren durch Notenbanken der USA und Westeuropas betriebene Niedrigzinspolitik– der Leitzins der USA lag dabei real meist unter der Inflationsrate– regte Banken und Fonds weniger zu produktiven Investitionen als zu vermehrter Spekulation an. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2011, Seite 3, Schwerpunkt

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