Zum Inhalt der Seite

Terror gegen Leonard Peltier

Washington. Der ehemalige Aktivist des American Indian Movement (AIM) und politische Gefangene der USA, Leonard Peltier, muß ein halbes Jahr in Isolationshaft verbringen. Das teilte sein Anwalt Robert R. Bryan mit. Das bedeutet für den 66jährigen und gesundheitlich schwer angeschlagenen Peltier die Unterbringung in einer 1,80 Meter mal 2,40 Meter kleinen Stahlbetonzelle ohne Fenster, ohne Wasser und mit lediglich minimaler Frischluftzufuhr. Grund für die Foltermaßnahme ist angeblich ein Geldschein, den Peltier von einem schottischen Bürger in die Haft geschickt bekam und den er unerlaubterweise weitergesendet habe. Bei der anschließenden Zellendurchsuchung soll außerdem ein unerlaubt angebrachtes Stromkabel gefunden worden sein. (jW)

www.tokata-lpsg.de
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2011, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!