Zum Inhalt der Seite

Steuerabkommen mit Schweiz geplant

Hamburg. Von dem angestrebten Steuerabkommen mit der Schweiz verspricht sich das Bundesfinanzministerium laut einem Spiegel-Bericht Einnahmen von etwa zehn Milliarden Euro. Eine Abschlagszahlung auf deutsche Schwarzgeldbestände in dieser Höhe sei ein Kernpunkt des zwischen der Schweiz und Deutschland angestrebten Abkommens, und die Verhandlungen befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, hieß es am Sonntag in einem Vorabbericht des Hamburger Magazins.

Wegen der deutschen Verjährungsregeln kommt der Fiskus dabei laut Spiegel nur noch an Geld heran, das in den vergangenen zehn Jahren unversteuert neu in die Schweiz gebracht wurde, oder an unversteuerte Erträge von Schwarzgeld, das schon länger in der Schweiz liegt. Je nach Anlagedauer und Zeitraum solle auf dieses Geld ein Steuersatz von 20 bis 30 Prozent fällig werden. Für deutsche Steuerbetrüger ist diese Regelung vorteilhaft: Ihr Schwarzgeld wird legalisiert, und sie bleiben anonym. Eine Einigung wurde laut Bericht auch darüber erzielt, daß auf Erträge deutschen Kapitals in der Schweiz künftig eine Abgeltungssteuer von 26 Prozent fällig werde. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2011, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!