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12.05.2026, 19:30:02
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Elf Jahre Haft im Klette-Prozess gefordert
Verden. Im Prozess gegen die frühere RAF-Aktivistin Daniela Klette hat die Nebenklage am Dienstag elf Jahre Haft gefordert. Die Forderung bezog sich nur auf eine der angeklagten Taten, wie eine Sprecherin des Landgerichts Verden mitteilte. Der Nebenklageanwalt vertritt den Fahrer eines Geldtransporters, auf dessen Fahrerkabine bei einem Überfall 2015 geschossen worden war. Vor rund zwei Wochen hatte die Staatsanwaltschaft 15 Jahre Gefängnis wegen »gemeinschaftlich versuchten Mordes« und »bandenmäßigen Raubs mit Waffen« gefordert. In dem Verfahren geht es um eine Serie von Überfällen auf Geldtransporter und Einkaufsmärkte, die Klette gemeinsam mit den weiter flüchtigen früheren RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub verübt haben soll.
Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten am Dienstag erneut Unterstützer von Klette. Nach jW-Informationen zeigten sie unter anderem ein Transparent mit der Aufschrift »Free Ulm 5 and free Daniela«. Sie verwiesen damit auf ein Verfahren gegen fünf mit Palästina solidarische Aktivisten, die im September 2025 in eine Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems in Ulm eingedrungen sein sollen und dort einen Sachschaden verursacht haben sollen. Der zweite Prozesstag gegen die Aktivisten fand am Montag im Gefängniskomplex Stuttgart-Stammheim statt, der von 1975 bis 1977 als Schauplatz des Verfahrens gegen die sogenannte erste Generation der »Rote Armee Fraktion« diente. (AFP/jW)
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