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Kompromiss der Koalition

Weniger Kurse werden gestrichen

Berlin. Die Koalition hat sich auf eine weniger weitreichende Streichung von Integrationskursen für Zuwanderer geeinigt als ursprünglich geplant. Das berichteten Innenpolitiker von SPD und Union am Dienstag. Von dem Kompromiss werden vor allem Flüchtlinge aus der Ukraine sowie EU-Bürger, die in Deutschland leben, profitieren. Ab dem 1. Juni soll es für sie wieder Plätze in den Kursen geben – im Rahmen eines bundesweiten Kontingents, das sich am verfügbaren Haushaltsvolumen orientiert. Für Geduldete und Asylsuchende im laufenden Verfahren sind dagegen weiterhin grundsätzlich keine Integrationskurse mehr vorgesehen. Ihnen steht es aber frei, an einem Erstorientierungskurs teilzunehmen, der einen deutlich geringeren Umfang hat. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2026, Seite 4, Inland

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