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Spanien: 700000 leere Neubauten

Madrid. Nach dem Platzen der Immobilienblase in Spanien stehen dort fast 700000 neugebaute Häuser und Wohnungen zum Verkauf. Die meisten befinden sich an den – inzwischen zubetonierten – Küsten, auf den Kanaren oder den Balearen, wie am Dienstag die spanische Regierung mitteilte.

Die Zahl der unverkauften Neubauwohnungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2006 etwa waren es noch rund 273000, 2007 bereits 414000, 2008 dann 614000. Niedrige Zinsen und die Vergabe von Krediten auch ohne große Sicherheiten hatten zu einem beispiellosen Bauboom geführt. Jahr für Jahr wurden fast 700000 Häuser und Wohnungen fertiggestellt – soviel wie in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen.

Die Regierung in Madrid schätzt nun, daß es bis 2014 dauern wird, die neugebauten Häuser und Wohnungen zu verkaufen. Im vergangenen Jahr hatten die Verkäufe nach drei Jahren erstmals wieder leicht angezogen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.07.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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