-
15.06.2011
- → Ausland
Mordvorwurf in Guantánamo
Washington. Die Familien von zwei im US-Gefangenenlager
Guantánamo auf Kuba tot aufgefundenen Insassen haben
Berufung gegen die Abweisung ihrer Klage gegen den früheren
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eingelegt. Die
Angehörigen des saudischen Staatsbürgers Jasser
Al-Sahrani und des Jemeniten Salah Al-Salami bestreiten demnach die
Version der US-Regierung, wonach die beiden Männer im Jahr
2006 Selbstmord begingen. Sie hätten neue Hinweise dafür,
daß die beiden Männer zu Tode gefoltert worden seien.
Dazu gehörten Aussagen von vier US-Soldaten, die in der Nacht
vom 9. zum 10. Juni 2006 Zeugen der Ereignisse gewesen seien.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland