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Keine Verbrennung

Nach internationalen Protesten hat die Universität von Kopenhagen ihre für das Wochenende geplante Bücherverbrennung abgesagt – es wäre die erste in Europa seit dem Ende des Faschismus 1945 gewesen. Der Fachbereich für Geisteswissenschaften hatte erklärt, für 70000 Bücher keinen Platz zu finden, wenn er ab 2013 seine verschiedenen Bibliotheken im neugebauten »Zentrum der Wissenschaft« zusammenführt. Wie die Zeitung Arbejderen berichtet, erklärte der Dekan des Fachbereichs für Geisteswissenschaften, Kirsten Refsing, man wolle »vorerst« von der Bücherverbrennung absehen und versuchen, andere Bibliotheken dazu zu bewegen, die als überflüssig eingeschätzten 70000 Bücher aufzunehmen. Leider könne man diese Werke weder verkaufen noch an Studenten verschenken, weil sie mit staatlichen Geldern erworben worden seien. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2011, Seite 12, Feuilleton

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