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Kabinett beschließt CO2-Speicherung

Berlin. Abgase aus Kohlekraftwerken sollen künftig unterirdisch gespeichert werden dürfen. Das Bundeskabinett machte am Mittwoch den Weg frei für die Erprobung der sogenannten CCS-Technologie und den Bau weiterer Testanlagen. In langwierigen Verhandlungen mit der Regierung setzten die Bundesländer ein Vetorecht durch, mit dem sie die unterirdische Speicherung von Kohlenstoffdioxid auf ihrem Gebiet verhindern können. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke) erklärte, die Potsdamer Landesregierung lehne den Entwurf ab, weil sich die Bundesländer mit dem Vetorecht »der Verantwortung entziehen« könnten, »einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten«. Über eine Anwendung in großem Maßstab soll erst 2017 nach einer Erprobungsphase entschieden werden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2011, Seite 1, Inland

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