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Vermessung der Wolken

Passatwolken über der Karibikinsel Barbados werden in den kommenden drei Wochen genauer untersucht als jemals zuvor. Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung und das Meteorologische Institut der Uni Leipzig wollen mit detaillierten Messungen herausfinden, wie die Bildung der tiefen Cumuluswolken funktioniert und welchen Einfluß diverse Aerosole dabei haben. Ein in Leipzig entwickelter Partikelzähler und die direkte Kombination mit Strahlungsmessungen garantieren eine weltweit bislang einzigartige Genauigkeit der Messungen. Die in der Region der Passatwinde besonders häufigen Wolken beeinflussen die Dynamik der atmosphärischen Grenzschicht, indem sie den vertikalen Transport von Feuchtigkeit und Wärme zwischen der Oberfläche der Ozeane und der freien Atmosphäre verstärken. Sie zu verstehen, ist für Modelle globaler Kreisläufe von großer Bedeutung. Im letzten IPCC-Report heißt es, daß »niedrige Wolken den größten Anteil an den Unsicherheiten der Klimamodelle haben«. Die Messungen sind eingebettet in eine Langzeitstudie des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg. Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bund und Land fördern das Projekt mit insgesamt 250000 Euro. (ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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