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28.03.2011
- → Ausland
NATO bombt Rebellen den Weg frei
Tripolis. Unterstützt durch die anhaltenden Luftangriffe der
NATO, ist es den libyschen Rebellen am Wochenende gelungen,
die Truppen von Machthaber Muammar Al-Ghaddafi nach Westen
zurückzudrängen. Die Ölstädte Adschdabija und
Brega wurden erobert, nachdem alliierte Kampfjets schwere Waffen
der Regierungstruppen ausgeschaltet hatten. Von Brega aus
stießen die Rebellen entlang der Mittelmeerstraße
weiter nach Westen vor und erreichten nach eigenen Angaben Ras
Lanuf.
Ghaddafis Regierung warf der Koalition Parteinahme für die Rebellen vor. Damit werde versucht, das nordafrikanische Land an den Rand eines Bürgerkriegs zu drängen, sagte der stellvertretende Außenminister Chaled Kaim in Tripolis. Mit direkten Angriffen auf die Regierungsstreitkräfte gingen die internationalen Truppen über das Mandat des UN-Sicherheitsrats hinaus, die Zivilbevölkerung zu schützen. Statt dessen wurden nach Angaben der libyschen Führung bei stundenlangen Angriffen der westlichen Truppen in der Nacht zu Sonntag zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet. »Heute Nacht gehen die Luftangriffe gegen unser Volk mit voller Wucht weiter«, sagte Regierungssprecher Mussa Ibrahim am Samstag abend. Die Regierung gehe davon aus, daß durch die Angriffe viele Zivilisten, darunter Familien, die mit ihren Autos vor den Luftangriffen geflohen seien, getötet wurden. Ibrahim forderte erneut eine Waffenruhe und eine Notfallsitzung des UN-Sicherheitsrates.
Von westlichen Medien begeistert aufgegriffen, hatte US-Verteidigungsminister Robert Gates zuvor behauptet, die libysche Regierung lege Leichen an die Orte der Luftangriffe, um dadurch zivile Opfer »zu inszenieren«.
(dapd/AFP/jW)
Ghaddafis Regierung warf der Koalition Parteinahme für die Rebellen vor. Damit werde versucht, das nordafrikanische Land an den Rand eines Bürgerkriegs zu drängen, sagte der stellvertretende Außenminister Chaled Kaim in Tripolis. Mit direkten Angriffen auf die Regierungsstreitkräfte gingen die internationalen Truppen über das Mandat des UN-Sicherheitsrats hinaus, die Zivilbevölkerung zu schützen. Statt dessen wurden nach Angaben der libyschen Führung bei stundenlangen Angriffen der westlichen Truppen in der Nacht zu Sonntag zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet. »Heute Nacht gehen die Luftangriffe gegen unser Volk mit voller Wucht weiter«, sagte Regierungssprecher Mussa Ibrahim am Samstag abend. Die Regierung gehe davon aus, daß durch die Angriffe viele Zivilisten, darunter Familien, die mit ihren Autos vor den Luftangriffen geflohen seien, getötet wurden. Ibrahim forderte erneut eine Waffenruhe und eine Notfallsitzung des UN-Sicherheitsrates.
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Von westlichen Medien begeistert aufgegriffen, hatte US-Verteidigungsminister Robert Gates zuvor behauptet, die libysche Regierung lege Leichen an die Orte der Luftangriffe, um dadurch zivile Opfer »zu inszenieren«.
(dapd/AFP/jW)
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