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Assange-Anhörung fortgesetzt

London. Eine Auslieferung von Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange von Großbritannien an Schweden ist nach Einschätzung eines hochrangigen Zeugen nicht nötig. Der 39jährige könne genauso gut per Videoschaltung in Großbritannien verhört werden, sagte der frühere schwedische Staatsanwalt Sven-Erik Alhem am Dienstag vor einem Gericht in London. Dort fand der zweite und letzte Anhörungstag zu einer möglichen Überstellung des Australiers an Schweden statt. Er verstehe nicht, »warum das nicht gehen soll«, sofern die britischen Behörden dies erlaubten, sagte Alhem. Der schwedische Jurist, der als Zeuge für Assange auftrat, kritisierte zudem, daß Assange in dem Fall klar identifiziert worden sei, obwohl das bei Vergewaltigungsprozessen in Schweden normalerweise nicht üblich sei. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2011, Seite 6, Ausland

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