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Prozeß gegen Neonaziblockierer

München. Wegen Teilnahme an einer Straßenblockade anläßlich des Neonaziaufmarsches am 8. Mai 2010 in der bayerischen Landeshauptstadt steht am kommenden Montag ein Münchner Antifaschist vor Gericht, dem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen wird. Nach eigener Aussage hatte er sich »nicht schnell und willig genug in den schmerzhaften Polizeigriff begeben«. Johannes J. wurde seinerzeit für mehrere Stunden in Gewahrsam genommen und soll nun 600 Euro Strafe zahlen. Mehr als fünf Monate nach der Blockade des Aufmarsches der »Freien Nationalisten München« wurden mehreren an der Aktion Beteiligten im Oktober 2010 Strafbefehle zugestellt. Die Verhandlung gegen Johannes J. beginnt am 17. Januar um 9.15Uhr vor dem Amtsgericht München. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.01.2011, Seite 15, Antifaschismus

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